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Joachim von Arnim
Zeitnot. Moskau, Deutschland und der weltpolitische Umbruch

560 Seiten Klappbrosch., ISBN 978-3-416-03357-2
€ 29.90

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Warum hat Michail Gorbatschow seinerzeit so gehandelt, wie er gehandelt hat, dass es zur Perestroika und schließlich zum weltpolitischen Umbruch kam?
Als Zeitzeuge und Mitarbeiter – Gesandter – an der Verhandlungsposition der Bundesregierung sowie als Gesprächspartner der intellektuellen Vordenker der Perestroika in Moskau, also aus persönlichem, intensivem und jahrelangem Erleben, beschreibt der Autor diese Zeit.
Er analysiert unter Auswertung der inzwischen erschienenen Literatur die sowjetische Politik von 1982 an mit dem Schwerpunkt auf den Jahren 1989 und 1990.
Das Buch ist das erste, das herausarbeitet, dass die Entwicklung der Jahre 1985 bis 1991, der Amtszeit Gorbatschows, nicht etwa im zufälligen Zusammentreffen einer Reihe von Revolutionen von unten in den Warschauer-Pakt-Staaten bestand, sondern eine von Gorbatschow und seiner Mannschaft gezielt betriebenen Revolution von oben war.
Dieses Buch ist auch das erste, das zeigt, dass die schrittweise Öffnung der Grenze zuerst in Ungarn, dann in der Tschechoslowakei und dann die Öffnung der Mauer einer gezielten Politik Moskaus folgte, und nicht etwa Folge unzusammenhängender Einzelschritte war.
Dieses Buch ist auch das erste, das die erbitterten Kämpfe unter konkurrierenden Gruppen im Moskauer Machtgefüge um die Deutschlandpolitik offenlegt, die zunächst hinter den Kulissen, zunehmend dann aber auch öffentlich stattfanden.
Dieses Buch ist schließlich das erste, das die historischen und intellektuellen Wurzeln von Gorbatschows Politik ab der Ära Chruschtschow über den Umschwung der Moskauer Weltpolitik unter Andropow bis zum Beginn der Ära Gorbatschow offen legt.


„Es ist ein sehr gutes,ueberaus fleissiges,fuer den historisch Interessierten aufschlussreiches und wertvolles Buch, das die Gorbatschow-Zeit im Spiegel der Ost-West-Beziehungen beleuchtet,wie ich dies in dieser Breite und Dichte bisher nicht gelesen habe. Seine besondere Staerke liegt darin,dass es nicht nur die politischen Verhaeltnissein der Sowjetunion und deren Auswirkungen auf die Deutschlandpolitik Moskaus darstellt,sondern auch mit grosser Akribie die Entwicklungen in den damaligen Satelliten-Staaten beschreibt,die natuerlich auch auf die Deutschlandpolitik der Sowjetunion einwirkten.“
Staatssekretär a. D. Andreas Meyer-Landrut. Insgesamt fünfmal war er auf Posten an der deutschen Botschaft in Moskau, zuletzt 1980 bis 1983 sowie von 1987 bis 1989 als Botschafter. Er nahm somit eine Schlüsselstellung bei der Annäherung zwischen der Bundesregierung unter Helmut Kohl und der sowjetischen Führung unter Michail Gorbatschow während der Perestroika ein.  



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